Montag, 8. Oktober 2012
Sollten wir heute nicht einfach mal Bierflaschen und Gefühle zulassen?
Fragen über Fragen. Wieso heißen Lehrer nicht Frager? Wieso fragen denn alle so viel??
Geht es dir gut? Wie geht es dir? Hast du noch Mut? Woran fehlt es hier? Wo gehen wir hin? Wann sind wir da? Hat das Leben einen Sinn? Und wenn ja...
...wie heißt er? Ich glaube, DU bist der Sinn meines Lebens. Meines Erstrebens. Alles was ich will. Du bist so viel...für mich.
Warum denk ich an dich?
Ich habe Angst. Angst zu versagen. Angst, es dir zu sagen. Angst, dir zu vertrauen. Angst, es zu versauen.
Es ist nicht wie die Angst, die ich vor Walen habe, die Angst, die ich ertrage, wenn ich Delfine seh, die Angst vor Fasching, selbst die tut nicht so weh -wie die Angst, die ich habe, verletzt zu werden. Wieso um Himmels Willen heißt die Angst vor langen Wörtern ausgerechnet Hippotomonstrosesquippeda?
Ich habe so viele Fragen, denn aus wenig mach ich mir nicht viel.
So viele Fragen...so viele Fragen...so viele Fragen. An Dich.
Geht es dir gut? Wie geht es dir? Hast du noch Mut? Woran fehlt es hier? Wo gehen wir hin? Wann sind wir da? Hat das Leben einen Sinn? Und wenn ja...
...wie heißt er? Ich glaube, DU bist der Sinn meines Lebens. Meines Erstrebens. Alles was ich will. Du bist so viel...für mich.
Du küsst mich auf die Stirn, du lächelst mir zu, du nimmst mich in den Arm und legst mich zur Ruh...du sagst "Mäuschen, alles wird gut" und sagst, dass ich vielleicht etwas schlafen sollte. Aber wohin gehen Mäuse, wenn sie müde sind? Gehen sie auch in die "Falle"?
In meinem Kopf rattert es, wahrscheinlich werden da gerade die Lottozahlen gezogen. Ich träume von Franziska Reichenbacher, die mich freundlich darauf hinweist, dass Glücksspiel süchtig machen kann. Also darf ich nicht mehr um dich kämpfen? Schließlich ist das doch ein Spiel ums Glück. Denn du bist mein Glück.
"Und jetzt die Superzahl!" schreit Franziska Reichenbacher.
Und dann zieht sie die 7. Aber die 7 ist kein Ball, wie die anderen Zahlen, sie ist eine kleine Wolke...
Ich öffne meine Augen und spüre deinen Arm um mich. Warst du etwa die ganze Zeit bei mir? Oder war ich bei dir? Du lächelst und sagst, dass ich im Schlaf geredet habe. Du erzählst mir, dass ich meiner Fantasie wohl freien Lauf gelassen habe, aber bitte sag mir, wenn ich meiner Fantasie freien Lauf lasse, wer sagt mir dann, dass sie wiederkommt?
Ich setze mich auf und sofort dröhnt mein Kopf. In ihm steckt ein heftiges Gewirr...ist das dann Kopfsalat? Fragen über Fragen...Geht es dir gut? Wie geht es dir? Hast du noch Mut? Woran fehlt es hier? Wo gehen wir hin? Wann sind wir da? Hat das Leben einen Sinn? Und wenn ja...
...wie heißt er? Ich glaube, DU bist der Sinn meines Lebens. Meines Erstrebens. Alles was ich will. Du bist so viel...für mich.
Und wieder lächelst du mich an, drückst mich an dich und sagst, dass ich mir wieder viel zu viele Gedanken mache und dann fragst du mich, warum wir Mädchen denn immer so viel reden müssen.

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Samstag, 6. Oktober 2012
Winter
Du.
Du denkst du wärst der Größte!
Aber das bist du nicht.
Ich war schon immer mindestens einen halben Zentimeter größer als du.
Schon als wir Kinder waren.
Du. Du denkst, du hättest Humor, dabei lachst du nur über meine Witze und fängst mitten im Satz an zu schreien: "WORTSPIEL!"
Du. Du bist der, den man wohl in einem amerikanischen High School-Film als Quarterback vermutet.
Weil deine Schultern so breit sind, dass sie durch keine Tür passen würden, im Grunde siehst du mehr wie ein Gorilla aus...als...wie ein Mensch.
Du. Du bist der typische Bayern-Fan schlechthin! Weil du früher eben in Bayern gewohnt hast, war ja praktisch...so in der Nähe. Bei einer Niederlage schüttelst du nur den Kopf, von Tradition hälst du nichts. Wieso auch? Erfolgsfan...reicht.
Du. Du bist der, den ich nicht ausstehen kann, den ich nicht sehen kann, ohne ihm dabei nicht in die Augen zu sehen. Du bist der, den viele als ihren Traummann...bezeichnen würden, obwohl sie nur daran kaputt gehen. Du, du bist der, den ich immer bewundert habe, auch wenn ich das jetzt nur so sage, so hat es mich verletzt. Und jetzt bin ich entsetzt, denn du...du...du. Mir fehlen die Worte, doch meine Freunde haben recht, sie sagen: solche wie ihn kenn ich, da kenn ich genug von der Sorte! Dabei waren sie dir am Anfang genau so sehr verfallen...wie ich. Man schaut dir ins Gesicht, in deine großen Augen...bei denen man schon Platzangst bekommt...weil sie so groß sind. Im Grunde sehe ich in dir immer noch das Kind. Aber selbst ich konnte es dir nicht mehr recht machen, du konntest nur noch lachen und das
-fand ich lächerlich.
Ich kenne niemanden wie dich, der jammert, ich wäre so anstrengend, dabei mag ich nur den Winter nicht.
Ich sagte, mir wär kalt, damit du mir deine Jacke gibst und ich endlich mal wieder spüren kann, dass ich dir etwas bedeute. Dass du mich liebst.
Du sagst, ich wäre kühl, dabei ist es nur das Wetter, dass dir so auf den Magen schlägt.
Beim Reden entstehen kleine Wolken vor unseren Mündern, doch die Wolke 7 ist schon längst Vergangenheit.
Dank deiner Eitelkeit.
Niemand mag dich so wie du selbst. Du sagst ich wäre kühl, dabei ist es einfach Winter.

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Mittwoch, 26. September 2012
Ich vermisse dich
Es ist dieses Gefühl, wenn du merkst, dich von jemandem entfernt zu haben, der dir einst sehr nahe stand. Dieses herzzerbrechende Gefühl, wenn jemand an dir vorüber läuft und du dir denkst, dass das mal ein guter Freund von dir war...wenn man vielleicht denkt, dass man dem anderen sehr wichtig ist! Und dann plötzlich merkt: so ist es nicht. Wenn man dann an die schönen Zeiten denkt, die man miteinander verbracht hat, an all die Lachanfälle, bei denen man sich schon den Bauch heben musste, bei all den ernsten Gesprächen und all den anderen unvergesslichen Momenten. Wenn man sich fragt, was wohl passiert ist!? Und man nicht darauf kommt.
Wenn man dachte, dass man für den anderen nach all diesen Erlebnissen bestimmt etwas Besonderes ist und man dann hin geht und einfach sagen will: "Hey, hier bin ich..." aber man sich nicht traut, weil man schon weiß, das irgendwas anders ist.
Wenn man merkt, dass man gar nicht will, dass das jetzt so ist...aber der andere schon.
Wenn man sich fragt, wie man das jetzt schaffen soll! Ja, wie soll man das so plötzlich schaffen? Darf man bei Insidern den anderen nicht mehr ansehen? Darf man ihm nicht mehr hallo sagen, ihm nicht mehr hämisch zugrinsen, wenn er gerade einen Sprechfehler gesagt hat aber es niemand außer einem selbst gemerkt hat...nicht an einem Samstag abend glücklich einschlafen, weil der Tag mit ihm so wunderschön war...
Darf man sich nicht mehr auf ihn verlassen?
Wie soll man das schaffen, wenn man dem anderen nicht einmal mehr in die Augen sehen kann...weil man einfach nicht weiß, was los ist. Weil man nicht fassen kann, wie es nur so weit kommen konnte. Weil es einen verletzt und man gleichzeitig verwirrt ist.
Weil die Situation viel zu viel für einen einzigen Menschen ist.
Und wenn man dann mit der Situation zwischen einem selbst und dem anderen überfordert ist, darf man dann den anderen um Hilfe bitten?
Darf man denjenigen vermissen?
-Denn das tu ich. Sehr sogar.

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